Ein gutes Multivitamin deckt die wichtigsten Mikronährstoff-Lücken, ohne zu überdosieren. Klingt simpel. In der Praxis ist das aber nicht selbstverständlich: Viele Präparate enthalten unnötiges Eisen, minderwertige Vitaminformen oder so geringe Dosierungen, dass sie kaum etwas bewirken. Andere pressen so viele Nährstoffe in eine Tablette, dass die Menge pro Nährstoff bedeutungslos wird.
Für Menschen, die viel im Homeoffice arbeiten, ist die Frage besonders relevant: Wenig Sonne bedeutet wenig Vitamin D, Stressphasen erhöhen den B-Vitamin-Bedarf, und ein monotoner Speiseplan schließt schnell wichtige Mineralien aus. Ein Multivitamin schließt diese Lücken nicht perfekt, aber es federt ab.
Wir haben die am häufigsten empfohlenen und meistverkauften Produkte auf dem deutschen Markt verglichen (Doppelherz A-Z Depot, allcura A-Z Vitamine, Redcare Multivitamin A-Z, Doppelherz A-Z Brausetabletten und nu3 Diadyn) und zeigen, welches Präparat für wen die beste Wahl ist. Das Ergebnis ist eindeutig: Für die meisten Erwachsenen reicht ein günstiges, eisenfreies Breitspektrum-Präparat wie Doppelherz A-Z Depot vollkommen aus. Wer mehr will oder höhere Ansprüche an die Vitaminformen stellt, bekommt mit allcura A-Z oder nu3 Diadyn hochwertigere Alternativen.
Die besten Multivitamine im Überblick
Das beste Multivitamin für die meisten Menschen ist Doppelherz A-Z Depot. Es enthält 23 Mikronährstoffe in einer Tagesdosis, ist eisenfrei und im Vergleich zu Premium-Präparaten günstig erhältlich. Die Übersicht unten zeigt die besten Optionen je nach Bedarf und Budget.
Unsere Empfehlung auf einen Blick
Für die meisten Erwachsenen ohne spezifischen Mehrbedarf ist Doppelherz A-Z Depot die beste Wahl: 23 Mikronährstoffe, eisenfrei, verlässlich in jeder Apotheke erhältlich und unter 30 Cent pro Tag. Wer Kapseln bevorzugt oder Wert auf sauberere Inhaltsstoffe legt, ist mit allcura A-Z besser bedient. Wer das durchdachteste Einnahmekonzept sucht, wählt nu3 Diadyn.
| Produkt | Form | Mikronährstoffe | Eisenfrei | Preis/Monat ca. | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| Doppelherz A-Z Depot | Tablette | 23 | Ja | 5–8 € | Allgemeine Versorgung, Budget |
| allcura A-Z Vitamine | Kapsel | 23 | Ja | 8–12 € | Kapsel-Präferenz, saubere Formel |
| Redcare Multivitamin A-Z | Tablette | 22 | Ja | 6–9 € | Apotheken-Käufer |
| Doppelherz A-Z Brausetabletten | Brausetablette | 22 | Nein* | 6–10 € | Brausetabletten-Präferenz |
| nu3 Diadyn Multivitamin | Kapsel (Tag+Nacht) | 22 | Ja | 18–22 € | Premium, Einnahme-Optimierer |
*Doppelherz A-Z Brausetabletten enthält eine geringe Eisenmenge. Für gesunde Männer und Frauen nach der Menopause ist die eisenfreie Depot-Variante die bessere Wahl.
Alle Preisangaben sind Richtwerte und können je nach Anbieter und Packungsgröße variieren.
Worauf kommt es bei einem Multivitamin an?
Ein gutes Multivitamin enthält mindestens 10 Vitamine und Mineralien in bioverfügbaren Formen, ist eisenfrei und kostet zwischen 0,20 und 1,20 Euro pro Tag. Diese drei Kriterien trennen gute von mittelmäßigen Präparaten. Die Details entscheiden, ob ein Produkt nur ausreichend oder wirklich gut ist.
Vitamin- und Mineralstoffspektrum
Ein vollständiges Multivitamin deckt die wichtigsten Mikronährstoffe ab: die Vitamine A, C, D, E und K, den kompletten B-Komplex (B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12) sowie Mineralien wie Magnesium, Zink, Selen, Chrom und Jod. Manche Präparate ergänzen das Spektrum um Spurenelemente wie Mangan, Molybdän oder Kupfer.
Was weniger wichtig ist als die Anzahl der Nährstoffe: ob alle EU-Nährstoffbezugswerte (NRV) zu 100 Prozent abgedeckt werden. Die NRV-Werte sind Referenzpunkte für die tägliche Zufuhr, keine Mindestziele. Ein Multivitamin, das 25 bis 50 Prozent NRV für viele Nährstoffe liefert, kann sinnvoll sein, solange die Ernährung den Rest abdeckt.
Bioverfügbarkeit und Vitamin-Formen
Vitamin D3 (Cholecalciferol) erhöht den Vitamin-D-Spiegel im Blut nachweislich effizienter als D2 (Ergocalciferol). Das gilt auch für andere Vitaminformen: Günstige Präparate nutzen synthetische Formen, hochwertigere Produkte setzen auf bioaktive Formen, die der Körper direkt verwerten kann.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
- Vitamin D: D3 (Cholecalciferol) wirkt stärker als D2 (Ergocalciferol); für Veganer gibt es D3 aus Flechten
- Vitamin B12: Methylcobalamin (aktiv, direkt verwertbar) ist besser als Cyanocobalamin (synthetisch, muss erst umgewandelt werden)
- Folsäure (B9): Methylfolat wird besser aufgenommen als synthetische Folsäure, besonders relevant für Menschen mit MTHFR-Genvariante
- Vitamin E: Natürliches d-Alpha-Tocopherol ist wirksamer als synthetisches dl-Alpha-Tocopherol
Für die meisten Menschen macht der Unterschied bei einem einfachen Tages-Supplement weniger aus als die konsequente tägliche Einnahme. Wer unter Resorptionsproblemen leidet oder sich vegan ernährt, profitiert aber spürbar von bioaktiven Formen.
Eisen-Freiheit und Wechselwirkungen
Die meisten Multivitamine sollten eisenfrei sein. Eisen hemmt die Aufnahme von Kalzium und Zink, weil alle drei Mineralstoffe um dieselben Transportproteine im Dünndarm konkurrieren. Wer Eisen zusätzlich zu Kalzium oder Zink einnimmt, verringert die Aufnahmerate beider Nährstoffe spürbar.
Für gesunde Männer und Frauen nach der Menopause ist Eisen in einem Multivitamin schlicht nicht sinnvoll. Sie decken ihren Bedarf über die Ernährung. Frauen mit Regelblutung und Menschen mit nachgewiesenem Eisenmangel sind eine Ausnahme: Für sie kann ein Präparat mit Eisen oder ein gezieltes Eisensupplement die richtige Wahl sein.
Weitere Wechselwirkungen, die beim Kauf relevant sind:
- Kalzium und Magnesium: Bei hohen Dosierungen beider Mineralien konkurrieren sie um denselben Transportweg. In Standardpräparaten sind die Dosierungen dafür in der Regel zu niedrig.
- Hohe Zinkdosen: Über 15 mg Zink täglich können die Kupferresorption verringern. Die meisten Multivitamine bleiben unter diesem Wert.
- Vitamin K2: Personen, die blutverdünnende Medikamente wie Phenprocoumon oder Warfarin einnehmen, sollten vor der Einnahme von Vitamin-K2-haltigen Präparaten einen Arzt fragen (Hinweis des Bundesinstituts für Risikobewertung).
Preis pro Tagesration
Der Preis pro Packung sagt wenig über den Wert eines Produkts aus. Entscheidend ist der Preis pro Tagesration. Günstige Apothekenmarken wie Doppelherz und Redcare kosten ca. 0,20 bis 0,35 Euro täglich, das mittlere Segment (allcura, Abtei) liegt bei ca. 0,35 bis 0,60 Euro, und Premium-Produkte wie nu3 Diadyn liegen bei 0,60 bis 1,20 Euro pro Tag.
Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch ein besseres Präparat. Oft lässt er sich aber auf bioaktivere Vitaminformen, sauberere Hilfsstoffe und aufwändigere Formulierungskonzepte zurückführen. Wer keine besonderen Anforderungen hat, ist mit einem günstigen Breitspektrum-Präparat gut bedient.
Kaufcheckliste: Das sollte ein gutes Multivitamin erfüllen
Vor dem Kauf lohnt ein kurzer Check dieser Punkte:
- Enthält mindestens 10 Vitamine und Mineralien, besser 20 und mehr
- Eisenfrei (außer bei nachgewiesenem Mangel oder Regelblutung)
- Vitamin B12 als Methylcobalamin oder Hydroxocobalamin, nicht als Cyanocobalamin
- Vitamin D als D3 (Cholecalciferol), nicht D2 (Ergocalciferol)
- Preis pro Tagesration realistisch bewerten, nicht Packungspreis
- Keine Einzeldosierungen weit oberhalb der tolerierbaren EU-Höchstmengen (besonders bei A und D)
- Veganer: auf D3 aus Flechten und gelatinefreie Kapselhüllen achten
Für wen lohnt sich ein Multivitamin?
Ein Multivitamin lohnt sich vor allem für Menschen mit wenig Sonnenlicht, einseitiger Ernährung oder erhöhtem Stresslevel. Wer sich abwechslungsreich ernährt, regelmäßig draußen ist und keinen erhöhten Bedarf hat, braucht kein tägliches Präparat.
In der Realität sieht das anders aus: Studien und Ernährungsberichte zeigen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung in Deutschland messbare Lücken bei mindestens einem Mikronährstoff hat. Am häufigsten betroffen sind Vitamin D, Jod und Folsäure. Ein Multivitamin ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, aber es schließt diese Lücken zuverlässig und ohne großen Aufwand.
Remote-Arbeit und Homeoffice
Wer viel im Homeoffice arbeitet, hat ein erhöhtes Risiko für Vitamin-D-Mangel. Die Haut produziert Vitamin D nur bei direkter UV-B-Sonnenstrahlung, und wer den Großteil des Tages drinnen verbringt, bildet davon oft zu wenig.
Dazu kommt: Homeoffice-Arbeitende essen häufig unregelmäßiger, greifen öfter auf schnelle Mahlzeiten zurück und haben in Stressphasen wenig Kapazität für eine ausgewogene Ernährung. Das erhöht das Risiko für Lücken bei B-Vitaminen und Magnesium.
Typische Lücken bei Schreibtischarbeitenden:
- Vitamin D: Ohne regelmäßigen Aufenthalt im Freien fehlt die körpereigene Produktion fast vollständig
- B-Vitamine (B1, B2, B6, B12): Werden bei Stress schneller verbraucht und fehlen bei Ernährungsmustern mit wenig tierischen Produkten
- Magnesium: Chronischer Stressdruck erhöht den Magnesiumbedarf, und viele Menschen in Deutschland nehmen über die Ernährung zu wenig auf
- Jod: Wird häufig unterschätzt, fehlt aber bei vielen, die kein Jodsalz verwenden oder wenig Meeresfrüchte essen
Ein Multivitamin ersetzt keinen Spaziergang in der Mittagspause und keine ausgewogene Mahlzeit. Es kann aber die Nährstofflücken abfedern, die sich im Homeoffice-Alltag leicht einschleichen.
Veganer und Vegetarier
Veganer müssen Vitamin B12 grundsätzlich supplementieren. B12 kommt in der Nahrung fast ausschließlich in tierischen Produkten vor. Die körpereigenen Speicher halten ohne regelmäßige Zufuhr nur einige Jahre, und ein Mangel entwickelt sich schleichend mit ernsthaften Folgen für das Nervensystem.
Weitere Nährstoffe, auf die Veganer und Vegetarier achten sollten:
- Vitamin D: Veganer ohne viel Sonnenlicht haben ein doppeltes Risiko für einen Mangel
- Jod: Fehlt bei veganer Ernährung ohne Meeresfrüchte oder jodiertes Speisesalz oft
- Zink: Pflanzliche Zinkquellen haben geringere Bioverfügbarkeit als tierische
- Eisen: Relevant vor allem für vegane Frauen mit Regelblutung; pflanzliches Eisen (Non-Häm-Eisen) wird schlechter aufgenommen
Ein gutes Multivitamin für Veganer enthält B12 als Methylcobalamin, Vitamin D3 aus Flechten (vegane Quelle statt Schafwolle) und verzichtet auf Gelatine-Kapseln. Die B12-Menge in einem Standard-Multivitamin reicht für Veganer oft nicht aus: Viele Experten empfehlen zusätzlich ein hochdosiertes B12-Einzelpräparat.
Ältere Personen
Menschen über 65 haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin D, B12 und Kalzium. Die Resorption von B12 aus Nahrungsquellen nimmt mit dem Alter ab, weil die Magensäureproduktion sinkt und damit weniger Intrinsic Factor gebildet wird. Gleichzeitig ist die Vitamin-D-Synthese in der Haut bei älteren Menschen spürbar weniger effizient als in jüngeren Jahren.
Für Senioren kann ein Multivitamin sinnvoll sein, wenn die Ernährung nicht vollständig ausgewogen ist. Wer aber unter einem ausgeprägten Einzelmangel leidet, ist mit einem gezielten Einzelpräparat oft besser versorgt als mit einem Multivitamin: Vitamin D kombiniert mit K2, oder hochdosiertes B12 in Sublingual-Form können gezielter helfen als ein Breitspektrum-Produkt.
Ältere Menschen, die Medikamente einnehmen, sollten vor der Einnahme eines Multivitamins kurz Rücksprache mit einem Arzt oder einer Apotheke halten. Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Mitteln, Kalziumkanalblockern oder bestimmten Antibiotika sind nicht ausgeschlossen.
Multivitamin richtig einnehmen
Multivitamine nimmt man am besten morgens oder mittags zu einer fettreichen Mahlzeit ein, damit die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K richtig aufgenommen werden. Ohne Fett im Magen bleibt ein erheblicher Teil dieser Nährstoffe unresorbiert, weil sie für den Transport durch die Darmwand auf Fettmoleküle angewiesen sind.
Manche Menschen vertragen Multivitamine auf nüchternen Magen schlecht und berichten von leichter Übelkeit oder Magendruck. Das ist ein zusätzlicher Grund, das Präparat immer zu einer Mahlzeit einzunehmen. Ob vor oder nach dem Essen ist dabei weniger entscheidend als die gleichzeitige Anwesenheit von Nahrung im Magen.
Einnahme-Tipps für bessere Wirksamkeit:
- Immer zu einer Mahlzeit einnehmen, nicht auf nüchternen Magen
- Mit einem Glas Wasser schlucken, nicht mit Kaffee, Tee oder Milch
- Kaffee und Tee hemmen die Eisenaufnahme und können einige B-Vitamine binden
- Milch enthält viel Kalzium, das die Eisenaufnahme verringert
- Kalziumreiche Mahlzeiten zeitlich leicht versetzt planen, wenn das Präparat Eisen enthält
Morgens oder abends nehmen?
Die meisten Multivitamine nimmt man morgens oder mittags ein. B-Vitamine und Vitamin C sind wasserlöslich und können bei manchen Menschen leicht stimulierend wirken. Abends eingenommen, stören sie bei einigen den Schlaf.
Einige Nährstoffe profitieren von einer abendlichen Gabe:
- Magnesium wirkt entspannend und unterstützt die Erholung während des Schlafs. In manchen Systempräparaten ist Magnesium deshalb nur in der Abendkapsel enthalten.
- Vitamin D sollte zu einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden. Das kann morgens oder abends sein.
Nu3 Diadyn setzt dieses Prinzip konsequent um und trennt Tag- und Nachtkapsel: energetisierende Nährstoffe morgens, entspannende abends. Für alle anderen Standardpräparate gilt: morgens oder mittags zu einer fettreichen Mahlzeit ist ausreichend. Kurz und klar.
Die besten Multivitamine im Detail
Doppelherz A-Z Depot
Doppelherz A-Z Depot ist die Standardwahl für die meisten Erwachsenen ohne spezifischen Mehrbedarf. Das Präparat von Queisser Pharma enthält 23 Vitamine und Mineralien in einer einzigen Tagesdosis und ist eisenfrei. Flächendeckend verfügbar. Die Depot-Formulierung (Retardtechnologie) sorgt für eine verzögerte Wirkstofffreisetzung über mehrere Stunden, was die Magenverträglichkeit verbessert und zu einem gleichmäßigeren Nährstoffangebot über den Tag beiträgt.
Das Präparat zählt zu den günstigsten Breitspektrum-Produkten auf dem deutschen Markt. Wer einfach eine tägliche Grundversorgung sicherstellen möchte, ohne viel Aufwand oder Kosten, findet in Doppelherz A-Z Depot die unkomplizierteste Wahl.
Eckdaten auf einen Blick:
- Form: Tablette mit Depotwirkung (Retardformulierung)
- Mikronährstoffe: 23
- Eisenfrei: Ja
- Preis: ab ca. 5–8 Euro pro Monat (je nach Packungsgröße und Anbieter)
- Geeignet für: Einsteiger in die Supplementierung, preisbewusste Käufer, Menschen ohne erhöhten Spezialbedarf
allcura A-Z Vitamine Kapseln
allcura bietet ein klar formuliertes Kapsel-Präparat mit 23 Mikronährstoffen und vergleichsweise wenig Zusatzstoffen. Das Produkt eignet sich für alle, die Tabletten schlecht schlucken, oder für Käufer, die eine möglichst reine Formel bevorzugen.
Die Kapselform ermöglicht es, Inhaltsstoffe in höherer Konzentration ohne Presshilfsmittel und Tablettenbinder zu verpacken. Damit richtet sich allcura an ein Publikum, das bewusst auf Inhaltsstoffe achtet und Zusatzstoffe wie Stearate oder Siliziumdioxid in Tabletten vermeiden möchte.

Eckdaten auf einen Blick:
- Form: Kapsel
- Mikronährstoffe: 23
- Eisenfrei: Ja
- Preis: ab ca. 8–12 Euro pro Monat
- Geeignet für: Kapsel-Präferenz, formulierungsbewusste Käufer, saubere Formel als Priorität
Redcare Multivitamin A-Z
Das Eigenmarken-Präparat der Redcare-Apotheke (früher Shop Apotheke) liefert ein vollständiges Vitaminspektrum zu einem günstigen Preis. Es ist eisenfrei und in der Online-Apotheke gut verfügbar. Als Apothekenmarke unterliegt das Produkt den pharmazeutischen Qualitätsstandards der deutschen Apothekenpflicht.
Wer regelmäßig bei einer Online-Apotheke bestellt und ein solides Basisprodukt ohne Besonderheiten sucht, bekommt mit Redcare Multivitamin A-Z eine preiswerte Option mit verlässlicher Qualitätskontrolle.

Eckdaten auf einen Blick:
- Form: Tablette
- Mikronährstoffe: ca. 22
- Eisenfrei: Ja
- Preis: ab ca. 6–9 Euro pro Monat
- Geeignet für: Stammkunden der Online-Apotheke, preisbewusste Käufer mit Qualitätsanspruch
Doppelherz A-Z Brausetabletten
Die Brausetabletten-Variante von Doppelherz ist eine gute Wahl für alle, die Tabletten nicht schlucken wollen oder ein Präparat zum Auflösen bevorzugen. Die Brausetablette löst sich in einem Glas Wasser auf und kann so vom Körper ohne großen Schluckaufwand aufgenommen werden.
Der entscheidende Unterschied zur Depot-Variante: Doppelherz A-Z Brausetabletten enthält eine geringe Menge Eisen. Für gesunde Männer und Frauen nach der Menopause, die kein Eisen supplementieren müssen, ist die eisenfreie Depot-Variante daher die bessere Wahl. Frauen mit Regelblutung, die ohnehin Eisen benötigen, können von dieser Variante profitieren.
Eckdaten auf einen Blick:
- Form: Brausetablette
- Mikronährstoffe: 22
- Eisenfrei: Nein (niedrige Eisendosis enthalten)
- Preis: ab ca. 6–10 Euro pro Monat
- Geeignet für: Brausetabletten-Präferenz, Frauen mit Regelblutung
nu3 Diadyn Multivitamin
Das nu3 Diadyn-System ist der durchdachteste Ansatz unter den verglichenen Produkten. Es trennt die Einnahme in eine Tagkapsel und eine Nachtkapsel und ordnet die Nährstoffe so zu, dass energetisierende Mikronährstoffe morgens und entspannende abends zugeführt werden. Das Präparat ist eisenfrei, enthält 22 Mikronährstoffe und verzichtet auf Fluorid, Natrium und Phosphor.
nu3 Diadyn setzt auf hochwertige Vitaminformen und eignet sich besonders für Menschen, die ihren Körper bewusst mit Mikronährstoffen versorgen wollen und bereit sind, für ein Premium-Produkt mehr zu zahlen. Es ist das teuerste Präparat in diesem Vergleich.

Eckdaten auf einen Blick:
- Form: Kapsel (getrennte Tag- und Nachtkapsel)
- Mikronährstoffe: 22
- Eisenfrei: Ja
- Preis: ab ca. 18–22 Euro pro Monat
- Geeignet für: Premium-Segment, Optimierer, Menschen mit hohem Bewusstsein für Mikronährstoff-Timing
Häufige Fragen zum Multivitamin-Vergleich
Welches Multivitamin ist das Beste?
Doppelherz A-Z Depot ist für die meisten Erwachsenen die beste Wahl: Es ist eisenfrei, enthält 23 Mikronährstoffe, ist weit verbreitet und kostet wenig pro Tag. Wer auf bioaktive Vitaminformen Wert legt oder ein Kapsel-Präparat bevorzugt, findet mit allcura A-Z oder nu3 Diadyn hochwertigere Alternativen.
Wie viele Vitamine sollte ein Multivitamin enthalten?
Ein gutes Multivitamin enthält mindestens 10 verschiedene Vitamine und Mineralien. Der vollständige B-Komplex (B1 bis B12), die Vitamine A, C, D, E und K sowie Mineralien wie Magnesium, Zink und Selen sollten abgedeckt sein. Produkte mit über 20 Mikronährstoffen gelten als vollständig.
Sollte ein Multivitamin eisenfrei sein?
Für gesunde Männer und postmenopausale Frauen sollte ein Multivitamin eisenfrei sein. Eisen hemmt die Aufnahme von Kalzium und Zink und kann bei dauerhafter Überdosierung Organe belasten. Frauen mit Regelblutung und Menschen mit ärztlich festgestelltem Eisenmangel können ein eisenhaltiges Präparat oder ein Einzelsupplement wählen.
Wann sollte man ein Multivitamin nehmen?
Multivitamine nimmt man am besten morgens oder mittags zu einer fettreichen Mahlzeit ein. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K brauchen Fett zur Aufnahme im Darm. Kein Multivitamin nüchtern oder zusammen mit Kaffee, Tee oder Milch einnehmen, da das die Resorption mehrerer Nährstoffe verringert.
Wie lange dauert es, bis ein Multivitamin wirkt?
Mit einer spürbaren Wirkung rechnet man frühestens nach vier bis sechs Wochen regelmäßiger Einnahme, wenn ein tatsächlicher Nährstoffmangel vorliegt. Wer keinen Mangel hat, bemerkt meist keinen subjektiven Unterschied. Ein Multivitamin ist kein Energiebooster, sondern eine langfristige Absicherung gegen Versorgungslücken. Messbare Veränderungen im Blutbild, etwa bei Vitamin D oder B12, lassen sich frühestens nach acht bis zwölf Wochen zuverlässig beurteilen. Wer einen konkreten Mangel abklären möchte, sollte die Einnahme daher über mehrere Monate planen und den Erfolg mit einer Blutuntersuchung überprüfen.
Kann man durch ein Multivitamin eine Überdosierung bekommen?
Bei seriösen Multivitaminpräparaten, die sich an den EU-NRV-Werten orientieren und die Tagesdosierung einhalten, ist eine Überdosierung unter normalen Umständen unwahrscheinlich. Kritischer wird es bei fettlöslichen Vitaminen wie A und D: Sie reichern sich bei dauerhafter Überdosierung im Körper an. Ein gut formuliertes Produkt bleibt deutlich unter den tolerierbaren Höchstmengen.
Brauche ich ein Multivitamin, wenn ich mich gesund ernähre?
Wer sich abwechslungsreich ernährt, viel Zeit draußen verbringt und keinen erhöhten Bedarf hat, braucht kein Multivitamin. In der Praxis hat ein großer Teil der deutschen Bevölkerung messbare Lücken, vor allem bei Vitamin D, Folsäure und Jod. Laut Nationale Verzehrsstudie hat ein erheblicher Anteil der Bevölkerung in Deutschland unzureichende Vitamin-D-Versorgung, insbesondere in den Wintermonaten. Wer wenig Zeit im Freien verbringt und sich kein umfassendes Ernährungsmonitoring leisten kann oder will, nutzt ein Multivitamin als pragmatische Lösung ohne großen Aufwand.
Welches Multivitamin ist gut für Veganer?
Für Veganer eignet sich ein Präparat mit Methylcobalamin als B12-Form, Vitamin D3 aus Flechten (vegane Quelle ohne Schafwolle) und ohne Gelatine-Kapseln. allcura A-Z Vitamine Kapseln und nu3 Diadyn sind geeignete Optionen. Da der B12-Bedarf von Veganern höher ist, als ein Multivitamin alleine liefert, empfehlen viele Ernährungsexperten zusätzlich ein hochdosiertes B12-Einzelpräparat.