Lisa Benz

Geschäftsführerin und Gründerin

Lisa Benz ist Gründerin und Geschäftsführerin von RemoteCanteen, einer Marke der LBC Finance UG (haftungsbeschränkt). Lisa Benz liebt es, neue Rezepte auszuprobieren und Innovationen im Food-Bereich zu testen.

Proteinriegel im Vergleich: Die 7 besten Eiweißriegel 2026

Werbehinweis: Dieser Beitrag kann Partnerlinks enthalten. Bestellst du darüber, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht, die Reihenfolge legt die Redaktion fest.

Inhalt
  1. Die besten Proteinriegel im Überblick
  2. Die 7 besten Proteinriegel im Detail
  3. Worauf du beim Kauf achten solltest
  4. Sind Proteinriegel gesund?
  5. Helfen Proteinriegel beim Abnehmen?
  6. Wann und wie Proteinriegel am besten essen?
  7. Häufige Fragen zu Proteinriegeln

Drei Riegel setzen sich durch: der ESN Designer Bar, der Barebells Original und der Powerbar 52% Protein+. Was einen Proteinriegel wirklich gut macht, hängt von drei Dingen ab: der Qualität des Proteins, dem Zuckergehalt und dem Preis pro Riegel – in dieser Reihenfolge. Die meisten Produkte im Supermarkt erfüllen davon höchstens eines, und selbst bei den Testsiegern lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste: Wie weiter unten gezeigt, stecken Füllproteine wie Kollagenhydrolysat auch in teuren Markenriegeln. Wir zeigen, welche Riegel trotzdem standhalten, was sie aktuell kosten und worauf du beim Kauf achten solltest, bevor du Geld für ein Produkt ausgibst, das kaum besser ist als ein Schokoriegel.

Die besten Proteinriegel im Überblick

Der Preisunterschied reicht von 0,85 € bis 3,58 € pro Riegel, der Proteingehalt von 14 bis 26 g – die Tabelle zeigt alle 7 Riegel im direkten Vergleich für eine schnelle Kaufentscheidung.

ProduktProtein pro RiegelZucker pro RiegelPreis ca.Geeignet für
ESN Designer Bar14–15 g1,5 g2,69 €Genuss + Qualität
Barebells Original (Classic)20 g1,3 g2,33 €Muskelaufbau
Powerbar 52% Protein+26 g0,7 g2,98 €Hoher Proteinbedarf
Quest Bar20 g1 g3,58 €Abwechslung + Vielfalt
Myprotein Impact Protein Barca. 20 g3 g3,07 €Sortenvielfalt für Myprotein-Kunden
DM Crispy 50% (Sportness)23 g1 g0,85 €Preis-Leistungs-Tipp
Barebells Vegan15 g2 g2,33 €Veganer Tipp

Preise live geprüft am 13.10.2026 bei Hersteller bzw. Fachhändler (ESN, Barebells, Powerbar, Bodylab24, dm); sie schwanken je nach Aktion und Packungsgröße.

Balkendiagramm: Preis pro Riegel von sieben Proteinriegeln, von 0,85 bis 3,58 Euro.
Preis pro Riegel im Vergleich, Stand Oktober 2026.

Die 7 besten Proteinriegel im Detail

ESN Designer Bar – Testsieger Geschmack

Beim ESN Designer Bar stimmt der Geschmack – eindeutig. Der Riegel hat einen weichen, cremigen Kern aus Nugatschokolade, umschlossen von einer dünnen Schokoladenschicht. Kurz gesagt: nah am Schokoriegel, weit weg von typischer Sporternährung.

14 bis 15 g Protein stecken im 45-g-Riegel, aus reinem Milcheiweiß mit hohem biologischen Wert – ohne Kollagenhydrolysat als Füllstoff, anders als bei mehreren Mitbewerbern in diesem Vergleich. Zucker: 1,5 g pro Riegel. Gesüßt wird mit Maltitol und Sucralose – kein zugesetzter Haushaltszucker. Neun Geschmacksrichtungen sind erhältlich, darunter Hazelnut Nougat, White Chocolate Pistachio und Peanut Caramel. Der Einzelpreis liegt bei 2,69 €, in der 12er-Box bei rund 2,58 € pro Riegel (Stand 13.10.2026, Herstellerseite).

Der ESN Designer Bar enthält Sucralose. Das ist ein synthetisches Süßungsmittel, das in der Ernährungsforschung klar zunehmend kritisch bewertet wird. Wer darauf verzichten will, findet weiter unten Alternativen.

Für wen: Sportler, die einen Riegel hauptsächlich als Genusssnack oder gelegentliche Alternative zum Schokoriegel nutzen.

Zum Anbieter: ESN →

Barebells Classic – Bester für Muskelaufbau

Seit 2016. So lange ist der Barebells Classic (im Markenshop inzwischen "Original Proteinriegel" genannt) bereits erhältlich, und er gilt bis heute als Referenz für Proteinriegel in Europa. 20 g Protein pro 55-g-Riegel bei 1,3 g Zucker – für aktuell 2,33 € pro Riegel in der 12er-Box ist das ein Profil, das viele teurere Riegel nicht erreichen.

Das Protein kommt laut aktueller Zutatenliste aus einer Mischung von Milcheiweiß, Kollagenhydrolysat und Sojaprotein – nicht aus reinem Milch- und Molkenprotein, wie oft angenommen wird. Gesüßt wird mit Maltit, Sucralose und Acesulfam K. Für die Muskelproteinsynthese zählt vor allem das Milcheiweiß; der Kollagenanteil liefert zusätzliches Protein auf dem Etikett, aber kein vollständiges Aminosäureprofil (siehe Einordnung im Kaufratgeber unten). Sorten: Cookies & Cream, Caramel Cashew, Salty Peanut – allesamt ohne zugesetzten Zucker. Erhältlich im Onlineshop der Marke sowie bei vielen Drogerien und Supermärkten; das Sortiment variiert je Händler, bei dm.de sind aktuell vor allem die Spread- und Soft-Varianten gelistet. Wer Abwechslung will: Es gibt auch die Soft Bar (16 g Protein, weichere Textur) und die Vegan-Variante.

Für wen: Kraftsportler und alle, die regelmäßig viel Protein brauchen und kein großes Produktsortiment verwalten wollen.

Zum Anbieter: Barebells →

Powerbar 52% Protein Plus – Höchster Proteingehalt

Wer pro Riegel möglichst viel Protein aufnehmen will, findet im Powerbar 52% Protein+ die effizienteste Option im Vergleich. 26 g Protein in einem 50-g-Riegel entsprechen 52 g Protein pro 100 g. Laut Zutatenliste besteht das Proteingemisch aus Caseinat, Molkenproteinisolat, Kollagenhydrolysat und Sojaeiweiß – der Kollagenanteil ist auf der Packung nicht hervorgehoben, zählt aber zu den in diesem Ratgeber kritisch eingeordneten Füllproteinen. Kein Palmöl, kein zugesetzter Zucker, nur 0,7 g Zucker pro Riegel, gesüßt mit Maltit und Sucralose.

Die Textur ist leichter und luftiger als bei Nougat-Riegeln – manche empfinden das als angenehm, manche als trocken. Aktuell im Sortiment: Cookies & Cream und Chocolate Nut. Mit 2,98 € pro Riegel (4er-Pack, Herstellershop, Stand 13.10.2026) liegt der Powerbar 52% mittlerweile über dem Preis von ESN und Barebells und ist trotz des höchsten Proteingehalts kein Budget-Pick mehr.

Für wen: Sportler mit sehr hohem Proteinbedarf, die Protein effizient aufnehmen wollen, ohne viel Kalorien aus anderen Quellen zu sich zu nehmen.

Zum Anbieter: Powerbar →

Quest Bar – Amerikanischer Klassiker mit Zertifizierung

Der Quest Bar ist in den USA seit Jahren einer der meistverkauften Proteinriegel und in Deutschland nur über den Online-Fachhandel erhältlich – zu einem deutlichen Aufpreis. Pro 60-g-Riegel stecken rund 20 g Protein aus Whey-Isolat und Whey-Konzentrat. Der Zuckergehalt liegt bei 1 g pro Riegel, ohne Aspartam.

In den USA stehen über 20 Sorten zur Wahl (Birthday Cake, Lemon Cake, Chocolate Brownie, Cookies & Cream und weitere); deutsche Fachhändler führen davon meist nur eine kleine Auswahl von 3 bis 5 Sorten. Wer eine bestimmte Sorte sucht, bestellt am besten direkt bei einem deutschen Sportnahrungs-Shop statt beim US-Hersteller, um Zoll und lange Lieferzeiten zu vermeiden.

3,58 € pro Riegel (12er-Box, deutscher Fachhandel, Stand 13.10.2026). Das ist mit deutlichem Abstand das teuerste Produkt in diesem Vergleich. Nicht jede Sorte ist in Deutschland im Einzelhandel erhältlich; wer bestimmte Sorten sucht, bestellt online zuverlässiger.

Für wen: Fans amerikanischer Marken und alle, die gezielt eine der US-exklusiven Sorten suchen und den Aufpreis in Kauf nehmen.

Zum Anbieter: Quest (Bodylab24) →

Myprotein Impact Protein Bar – nicht mehr das Budget-Produkt von früher

Myprotein macht bei Proteinriegeln das, was die Marke bei Pulvern gut kann: rund 20 g Protein pro 64-g-Riegel, dazu eine breite Sortenauswahl über die Myprotein-Produktwelt. Anders als frühere Preislisten nahelegen, ist der Riegel aber kein Schnäppchen mehr: Im 12er-Pack liegt der Preis aktuell bei 3,07 € pro Riegel (Stand 13.10.2026) – ein deutlicher Anstieg gegenüber den früher üblichen Rabattpreisen um 1,20 €.

Der Geschmack ist ordentlich, aber nicht auf dem Niveau von ESN oder Barebells. Zum aktuellen Preis lohnt sich der Riegel vor allem für alle, die ohnehin bei Myprotein bestellen und beim Sammelbestellen Versandkosten sparen – als reiner Preis-Leistungs-Tipp ist er nicht mehr erste Wahl; dafür eignet sich eher der DM-Sportness-Riegel weiter unten.

Für wen: Myprotein-Stammkunden, die Sortenvielfalt wollen und den aktuellen Preis in Kauf nehmen.

Zum Anbieter: MyProtein →

DM Crispy 50% (Sportness) – Preis-Leistungs-Sieger

Der Sportness Crispy 50% Proteinriegel aus dem DM-Drogeriemarkt bietet 23 g Protein für 0,85 € pro Riegel (Stand 13.10.2026) – günstiger als noch vor einigen Monaten und damit weiterhin der klare Preis-Leistungs-Sieger in diesem Vergleich. Discounter- und Drogerie-Riegel sind in puncto Protein pro Euro inzwischen konkurrenzfähig zu Premiummarken – vorausgesetzt, man prüft die Zutatenliste, denn auch hier stecken Süßungsmittel wie Maltit drin.

Ebenfalls bemerkenswert: Der Aldi Sports Protein Riegel Brownie (30% Protein) unterscheidet sich von vielen Mitbewerbern dadurch, dass er auf Sucralose verzichtet und stattdessen andere Süßungsmittel sowie natürliche Aromen nennt. Das ist unter Discounterware selten und ein Vorteil für Käufer, denen die Inhaltsstoffe wichtig sind.

Für wen: Gelegenheitsnutzer, Einsteiger oder alle, die das Budget für Premium-Marken nicht aufwenden wollen.

Zum Anbieter: dm (Sportness) →

Barebells Vegan – Bester veganer Proteinriegel

Barebells hat mit der Vegan-Variante gezeigt, dass pflanzliche Proteinriegel nicht nach Pappe schmecken müssen. Die frühere Sorte Hazelnut Nougat ist mittlerweile aus dem Sortiment genommen; aktuell gibt es Choco Toffee Swirl, Orange Chocolate, Caramel Choco Chip und zeitweise Caramel Peanut. Das Protein kommt laut aktueller Zutatenliste aus Weizen- und Sojaprotein – nicht aus Erbsen- und Reisprotein, wie oft kolportiert wird. Das macht den Riegel für Menschen mit Weizenunverträglichkeit ungeeignet, ändert aber nichts an der veganen Eignung. 15 g Protein pro Riegel, 2 g Zucker, gesüßt mit Maltit und Sucralose, kein zugesetzter Haushaltszucker.

Erhältlich im Onlineshop der Marke und bei einigen Drogerien/Supermärkten, je nach Sorte. Der Preis entspricht dem des Barebells Original (2,33 € pro Riegel im 12er-Pack, Stand 13.10.2026).

Für wen: Veganer oder Personen mit Laktoseintoleranz, die keinen Qualitätskompromiss eingehen wollen – aber kein Weizen/Gluten vertragen dürfen.

Zum Anbieter: Barebells Vegan →

Worauf du beim Kauf achten solltest

Ein Riegel mit weniger als 15 g Protein pro Portion ist für den Muskelaufbau kaum sinnvoll – vier Kriterien entscheiden, ob ein Produkt wirklich hält, was das Label "Proteinriegel" verspricht.

Proteingehalt: Wie viel ist genug?

Ein Riegel mit weniger als 15 g Protein ist für den Muskelaufbau oder die gezielte Proteinsupplementation kaum sinnvoll. Als praktische Faustregel gilt: Der Proteingehalt sollte mindestens 25% des Riegelgewichts ausmachen – also 25 g Protein oder mehr bei einem 100-g-Produkt.

Wie viel Protein du insgesamt täglich brauchst, hängt von deiner Trainingsintensität ab. Ausdauersportler kommen mit 1,2 bis 1,6 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich aus. Kraftsportler sollten über 1,6 g/kg planen. Die meisten Menschen in Deutschland nehmen durch ihre normale Ernährung bereits ausreichend Protein auf. Proteinriegel sind deshalb nicht für alle sinnvoll – sondern vor allem für Sportler, die ihren Proteinbedarf schwer über Mahlzeiten allein decken.

Proteinqualität: Whey, Pflanzlich oder Kollagen?

Die Herkunft des Proteins ist mindestens so wichtig wie die Menge. Molkenprotein (Whey) gilt als Referenz: vollständiges Aminosäureprofil, hohe biologische Wertigkeit, schnelle Absorption nach dem Training. Pflanzliche Proteine aus Erbsen, Reis, Hanf oder Soja sind eine gute Alternative – die Bioverfügbarkeit liegt etwas unter der von Whey, lässt sich aber durch eine clevere Kombination mehrerer pflanzlicher Quellen ausgleichen. Das macht Erbsen-Reis-Mischungen zu einer zuverlässigen Wahl für vegane Riegel.

Kritisch ist Kollagenhydrolysat. Es wird als billige Methode eingesetzt, um den Proteingehalt auf der Zutatenliste optisch hochzutreiben – und das keineswegs nur bei günstigen No-Name-Riegeln: In diesem Vergleich stecken Kollagenhydrolysat oder Gelatine auch im Barebells Original und im Powerbar 52% Protein+, zwei der teureren Markenprodukte. Das Problem: Kollagen enthält keine essenziellen Aminosäuren – insbesondere fehlt Tryptophan vollständig. Die biologische Wertigkeit für den Muskelaufbau liegt nahe null. ÖKO-TEST hat in einem Labortest (20 Riegel, 24.03.2025) festgestellt, dass 16 von 20 getesteten Proteinriegeln Kollagenhydrolysat oder Gelatine enthalten – unabhängig vom Preis. Wer einen Riegel kauft, ohne die Zutatenliste zu lesen, zahlt oft für ein Produkt, das protein-technisch kaum mehr leistet als ein Keks, auch wenn der Markenname Premium-Qualität verspricht.

Tipp: Lies die Zutatenliste. Steht "Kollagenhydrolysat" oder "Gelatine" weit vorne – also als häufiger Bestandteil – ist das ein Warnsignal.

Zucker und Süßstoffe: Was steckt wirklich drin?

Unter 2 g Zucker pro Riegel ist ein guter Richtwert. Aber "zuckerfrei" bedeutet oft nur, dass der Zucker durch synthetische Süßstoffe ersetzt wurde. Der häufigste davon ist Sucralose (E955) – er steckt in diesem Vergleich unter anderem im ESN Designer Bar, im Barebells Original, im Powerbar 52% Protein+ und im Barebells Vegan. Sucralose ist in der EU zugelassen, wird aber in der Ernährungsforschung zunehmend kritisch diskutiert: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sah in ihrer Leitlinie von 2023 bei regelmäßigem Süßstoffkonsum sogar Hinweise auf eine erhöhte Sterblichkeit, zusätzlich gibt es Hinweise auf negative Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem und das Darmmikrobiom. Wer auf Sucralose verzichten möchte, wählt Riegel mit Stevia oder Zuckeralkoholen wie Erythritol und Maltit als Süßungsmittel – auch diese können in größeren Mengen abführend wirken, gelten laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aber als unbedenklich.

Am anderen Ende der Skala stehen Riegel aus Discountern oder Drogerien, die 26 bis 27 g Zucker pro 100 g enthalten – das ist Schokoriegelniveau. Rossmann- und Penny-Eigenmarken haben in Tests damit negativ aufgefallen. Ein hochwertiger Proteinriegel liegt unter 5 g Zucker pro 100 g Riegel.

Preis pro Riegel: Was ist fair?

Proteinriegel in Deutschland sind 2026 insgesamt teurer geworden. Im Budget-Segment (unter 1 € pro Riegel) findest du praktisch nur noch Discounter- und Drogerie-Eigenmarken wie den DM Sportness. Im Mittelfeld (2,00 bis 2,70 € pro Riegel) liegen Barebells und der ESN Designer Bar. Das Premium-Segment beginnt ab 3,00 € pro Riegel – hier sind inzwischen auch der Powerbar 52% Protein+, Myprotein-Boxen und vor allem der Quest Bar platziert. Markenriegel für unter 1,50 € pro Riegel sind in diesem Vergleich aktuell nicht mehr zu finden.

Wer täglich einen Proteinriegel isst, sollte in 12er-Boxen kaufen statt einzeln. Das spart teilweise, hebt die genannten Preise aber nicht in die Nähe der alten Richtwerte von 2026-Anfang. Pro 100 g gerechnet liegt eine faire Marge inzwischen zwischen 3,50 € und 6,00 € für Markenware mit solider Qualität; der DM-Sportness-Riegel bleibt mit rund 1,90 € pro 100 g die klare Ausnahme nach unten.

Sind Proteinriegel gesund?

ÖKO-TEST hat im März 2025 20 handelsübliche Proteinriegel im Labor getestet und nur drei mit der Note "gut" bewertet. Die getesteten Produkte kosteten zwischen 83 Cent und 2,89 Euro pro Riegel. Proteinriegel können für aktive Menschen trotzdem sinnvoll sein, aber die Mehrheit der Produkte auf dem Markt hält nicht, was sie verspricht. Der Rest fiel wegen minderwertiger Proteinquellen, synthetischer Süßstoffe oder künstlicher Aromen durch.

Ein Proteinriegel ist sinnvoll, wenn du:

  • mindestens dreimal pro Woche trainierst und einen praktischen Post-Workout-Snack brauchst
  • keine Zeit für eine vollwertige Mahlzeit hast und einen proteinreichen Zwischensnack willst
  • die Zutatenliste kennst und einen Riegel ohne Kollagenhydrolysat und mit vertretbaren Süßstoffen gewählt hast

Weniger sinnvoll ist er, wenn du:

  • kaum Sport treibst und Proteinriegel einfach als "gesunden" Snack betrachtest
  • ihn dauerhaft als Mahlzeitersatz nutzt
  • die Zutatenliste nie liest und beliebige Discounterware kaufst

Proteinriegel sind ultra-verarbeitete Lebensmittel. Gelegentlich eingesetzt und bewusst ausgewählt, sind sie kein Problem. Wer täglich mehrere davon isst, sollte kritisch hinschauen – sowohl beim Inhaltsstoff-Profil als auch beim Kaloriengehalt.

Helfen Proteinriegel beim Abnehmen?

Proteinriegel helfen beim Abnehmen nur dann, wenn sie kalorienreichere Snacks ersetzen – nicht wenn sie zusätzlich zur normalen Ernährung gegessen werden. Ein Riegel mit 20 g Protein und rund 220 Kalorien kann einen Snack von 400 bis 500 Kalorien ersetzen und durch den deutlich höheren Proteingehalt länger satt halten. Das ergibt ein sinnvolles Kaloriendefizit ohne Hunger.

Das häufigste Problem: Viele essen den Proteinriegel nach dem Training zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung. Das Kaloriendefizit bleibt dann aus, und der Riegel ist de facto ein Snack extra. Ein Proteinriegel ist kein Fatburner. Er ist ein Werkzeug, das nur dann beim Abnehmen hilft, wenn er gezielt eingesetzt wird.

Wer langfristig abnehmen will, sollte lieber auf echte Lebensmittel mit hohem Proteingehalt setzen: Hüttenkäse, Magerquark, gekochte Eier, griechischer Joghurt. Die kosten weniger, sind weniger verarbeitet und liefern dabei Ballaststoffe und Mikronährstoffe, die kein Proteinriegel ersetzen kann.

Wann und wie Proteinriegel am besten essen?

Am besten isst du einen Proteinriegel 30 bis 60 Minuten nach dem Training. In diesem Zeitfenster ist die Muskelproteinbiosynthese am höchsten, und eine schnell verfügbare Proteinquelle unterstützt die Regeneration optimal. Whey-basierte Riegel sind hier besser geeignet als caseinlastige, weil Whey schneller absorbiert wird.

Vor dem Training ist ein Riegel 1 bis 2 Stunden vorher sinnvoll, wenn du nüchtern trainieren würdest oder dein letztes Meal längere Zeit zurückliegt. Direkt vor dem Sport solltest du nichts Größeres essen – das belastet die Verdauung und kann während des Sports unangenehm werden.

Als gelegentlichen Mahlzeitersatz bei Reisen oder langen Arbeitstagen ohne Mittagspause ist ein hochwertiger Proteinriegel eine brauchbare Notlösung. Als dauerhafter Frühstücksersatz taugt er aber nicht: Er liefert weder nennenswerte Ballaststoffe noch die Bandbreite an Mikronährstoffen, die eine Vollkornmahlzeit bietet.

Häufige Fragen zu Proteinriegeln

Wie viel Protein sollte ein Proteinriegel haben?

Ein sinnvoller Proteinriegel enthält mindestens 15 g Protein pro Portion, besser 20 g oder mehr. Als Faustregel gilt: Der Proteingehalt sollte mindestens 25% des Gesamtgewichts des Riegels ausmachen. Riegel mit 8 bis 12 g Protein bringen kaum mehr als ein herkömmlicher Schokoriegel – das "Protein"-Label ist oft Marketing.

Was ist der Unterschied zwischen Protein- und Energieriegel?

Proteinriegel sind auf einen hohen Proteingehalt ausgelegt (meist 15 bis 26 g pro Riegel) und dienen der Muskelregeneration oder als proteinreicher Snack. Der Zuckergehalt ist niedrig, der Fettgehalt moderat. Energieriegel sind das Gegenteil: primär kohlenhydratreich mit schnell verfügbarer Energie für Ausdauersport. Wer während eines Marathons oder auf der langen Radtour Energie braucht, greift zum Energieriegel. Wer nach dem Krafttraining Protein zur Regeneration braucht, greift zum Proteinriegel. Die Makronährstoffprofile sind grundsätzlich verschieden.

Kann ich jeden Tag einen Proteinriegel essen?

Einen hochwertigen Proteinriegel täglich zu essen ist für aktive Sportler unbedenklich, sofern die Gesamtmenge an Protein und Kalorien in die Ernährung passt. Kritischer wird es bei Riegeln mit hohem Sucralose-Anteil oder Kollagenhydrolysat als Hauptproteinquelle – diese sollten nicht die Basis der täglichen Proteinversorgung bilden. Wer täglich mehrere Riegel isst und auf Sucralose verzichten will, sollte gezielt nach Alternativen mit Stevia oder Erythritol suchen.

Welche Proteinriegel sind ohne Sucralose?

Bekannte Optionen ohne Sucralose sind der Aldi Sports Protein Riegel Brownie (natürliche Aromen, keine synthetischen Süßstoffe), NICKS Protein Wafer Riegel (Stevia) und bestimmte Sorten von 3Bears Oat-Bar. Beim Kauf lohnt es sich, die Zutatenliste konkret zu prüfen: Sucralose erscheint dort unter dem Namen E955 oder ausgeschrieben als "Sucralose". Wer konsequent vermeiden will, kauft Riegel, die ausdrücklich "gesüßt mit Stevia" oder "mit Erythritol" kennzeichnen. Auch der KoRo Proteinriegel aus der Crispy-Linie ist inzwischen komplett ohne Sucralose erhältlich.