Lisa Benz

Geschäftsführerin und Gründerin

Lisa Benz ist Gründerin und Geschäftsführerin von RemoteCanteen, einer Marke der LBC Food UG. Lisa Benz liebt es, neue Rezepte auszuprobieren und Innovationen im Food-Bereich zu testen.
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Lisa Benz ist Gründerin und Geschäftsführerin von RemoteCanteen, einer Marke der LBC Food UG. Lisa Benz liebt es, neue Rezepte auszuprobieren und Innovationen im Food-Bereich zu testen.

Nahrungsergänzungsmittel: Auswahl, Vorteile und richtige Einnahme

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Lisa Benz

Gründerin von RemoteCanteen

Zuletzt aktualisiert: 19.05.2026

Nahrungsergänzungsmittel sind konzentrierte Nährstoffquellen in Kapsel-, Tabletten- oder Flüssigform. In Deutschland gelten sie als Lebensmittel, nicht als Arzneimittel. Hier liegt der entscheidende Unterschied.

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel können Nährstofflücken schließen. Aber nur, wenn ein echter Bedarf besteht. Gesunde Erwachsene mit ausgewogener Kost brauchen in der Regel keine zusätzlichen Präparate, da ihre Ernährung den Bedarf bereits abdeckt.

Dieser Artikel erklärt, wer von Nahrungsergänzungsmitteln profitiert, wie man Qualität erkennt und welche Risiken man kennen sollte.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel in einer Schale

Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die normale Ernährung und unterliegen in Deutschland der Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV). Sie sind in verschiedenen Formen erhältlich: Pillen, Tabletten, Kapseln oder dosierte Flüssigkeiten.

Enthalten sind konzentrierte Quellen von Nährstoffen oder anderen Substanzen mit einer spezifischen ernährungsphysiologischen Wirkung. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren und pflanzliche sowie tierische Stoffe. Sie richten sich an Menschen, die ihre tägliche Nährstoffzufuhr gezielt ergänzen möchten.

In Deutschland unterliegen diese Produkte der Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV). Hersteller müssen ihr Produkt beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) anzeigen, bevor es auf den Markt kommt. Eine behördliche Zulassung wie bei Arzneimitteln ist nicht erforderlich. Das bedeutet: Der Hersteller trägt die volle Verantwortung für Sicherheit und Qualität. (Quelle: BVL)

Nahrungsergänzungsmittel vs. Arzneimittel: Der wichtige Unterschied

Arzneimittel durchlaufen vor der Zulassung klinische Prüfungen. Sie müssen nachweislich wirksam und sicher sein. Nahrungsergänzungsmittel dagegen werden nicht auf klinische Wirksamkeit geprüft und dürfen keine Heilwirkungen versprechen. Sie sind nicht für die Behandlung von Krankheiten bestimmt. Wer ein Produkt zur Therapie sucht, sollte einen Arzt aufsuchen.

Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Gesunde Erwachsene brauchen in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine vielseitige Ernährung als primäre Nährstoffquelle. Vollwertige Lebensmittel liefern Nährstoffe im natürlichen Verbund mit Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Das lässt sich in isolierter Form nicht vollständig nachbilden.

Es gibt jedoch Risikogruppen und Lebensphasen, bei denen eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll sein kann:

Infografik: Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll – Risikogruppen im Überblick
Vier Personengruppen, bei denen eine gezielte Nahrungsergänzung medizinisch gut begründet ist – mit dem jeweiligen Nährstoff-Schwerpunkt.
RisikogruppeEmpfohlenes NEMWarum
Schwangere und StillendeFolsäure, Jod, ggf. EisenErhöhter Bedarf, Mangel schadet der kindlichen Entwicklung
Veganer und VegetarierVitamin B12, Jod, ggf. Eisen, Omega-3Fehlende tierische Nährstoffquellen
Ältere Menschen (65+)Vitamin D, Kalzium, ggf. B12Geringere Eigenproduktion und Aufnahme
Personen mit wenig SonnenlichtVitamin DMangelnde Eigenproduktion der Haut

Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft steigt der Nährstoffbedarf deutlich. Folsäure ist essenziell für die Entwicklung des Neuralrohrs. Sie sollte bereits vier Wochen vor einer geplanten Schwangerschaft eingenommen werden, damit der Schutz greift. Jod wird für die Entwicklung des kindlichen Gehirns benötigt. Viele Gynäkologen empfehlen ein spezielles Schwangerschaftspräparat, das auf diese Bedarfe abgestimmt ist.

Vegane und vegetarische Ernährung

Bei veganer Ernährung ist Vitamin B12 die kritischste Nährstofflücke. Es kommt fast ausschließlich in tierischen Produkten vor. Auch Jod, Eisen, Kalzium und langkettige Omega-3-Fettsäuren können bei rein pflanzlicher Kost zu kurz kommen. Veganer und Personen mit vegetarischer Ernährung, die auf Fisch verzichten, sollten ihren Status regelmäßig ärztlich prüfen lassen.

Ältere Menschen und bestimmte Erkrankungen

Das Alter verändert den Nährstoffhaushalt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Vitamin D durch Sonnenlicht zu bilden. Gleichzeitig sinkt die Kalziumaufnahme im Darm. Bei bestimmten Erkrankungen wie chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten kann eine gezielte Nahrungsergänzung notwendig sein. Die Diagnose stellt immer ein Arzt.

Wie erkenne ich meinen Bedarf?

Ein Blutbild beim Hausarzt gibt Aufschluss über Nährstofflücken. Wer ohne Diagnose auf Verdacht Präparate einnimmt, riskiert unnötige Kosten und im Extremfall Überdosierungen. Für eine fundierte Entscheidung empfiehlt sich die Beratung durch Arzt oder Apotheker. So geht man sicher vor.

Können hochwertige Nahrungsergänzungsmittel eine ausgewogene Ernährung ersetzen?

Nein. Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Vollwertige Lebensmittel enthalten Nährstoffe im natürlichen Verbund mit Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die sich in isolierter Form nicht vollständig reproduzieren lassen. Die DGE empfiehlt eine vielseitige Ernährung als primäre Nährstoffquelle. (Quelle: BZfE)

Nahrungsergänzungsmittel sind in bestimmten Situationen sinnvoll, etwa bei nachgewiesenem Mangel oder speziellen Ernährungsbedürfnissen. Sie ergänzen die Ernährung. Ersetzen können sie sie nicht.

Wie wähle ich das richtige Nahrungsergänzungsmittel aus?

Alles beginnt mit der Klärung des eigenen Bedarfs. Ein Arzt oder Apotheker kann helfen, den individuellen Bedarf zu ermitteln und Wechselwirkungen mit Medikamenten zu prüfen. Da Nahrungsergänzungsmittel keiner behördlichen Zulassung bedürfen, sollten Verbraucher auf freiwillige Qualitätszertifizierungen achten. (Quelle: gesundheitsinformation.de)

Wichtige Qualitätsmerkmale sind:

Infografik: 4 Qualitätskriterien für Nahrungsergänzungsmittel im Überblick
Diese vier Merkmale zeigen, ob ein Nahrungsergänzungsmittel unabhängig geprüft und sicher produziert wurde.
  • GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice): Zeigt an, dass das Produkt unter kontrollierten Bedingungen hergestellt und geprüft wurde.
  • Unabhängige Laboranalysen: Bestätigen, dass die angegebenen Inhaltsstoffe in der deklarierten Menge vorhanden sind.
  • Klare Kennzeichnung: Inhaltsstoffe, Dosierungen und Herstellungsort sollten transparent angegeben sein.
  • Seriöse Bezugsquellen: Apotheken, Drogerien und zertifizierte Online-Händler bieten mehr Sicherheit als unbekannte Anbieter.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Nahrungsergänzungsmitteln?

Nahrungsergänzungsmittel bieten gezielte Unterstützung bei nachgewiesenem Nährstoffmangel. Sie helfen bestimmten Risikogruppen oder Personen mit spezifischen Ernährungsbedürfnissen. Gleichzeitig gibt es wichtige Einschränkungen.

Wer auf pflanzliche Extrakte setzt, sollte besonders aufmerksam sein. Hochkonzentrierte Curcumin-Extrakte und Ashwagandha wurden in Einzelfällen mit Leberschäden in Verbindung gebracht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt bei diesen Präparaten besondere Vorsicht, insbesondere bei bestehenden Lebererkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten. (Quelle: gesundheitsinformation.de)

Vorteile Nahrungsergänzungsmittel:

  • Gezielte Versorgung bei nachgewiesenem Nährstoffmangel
  • Unterstützung in bestimmten Lebensphasen (Schwangerschaft, höheres Alter)
  • Einfache und praktische Einnahme
  • Zugang zu Nährstoffen, die über die Ernährung schwer zu decken sind
  • Unterstützung bestimmter Risikogruppen oder Personen mit spezifischen Ernährungsbedürfnissen

Nachteile Nahrungsergänzungsmittel:

  • Qualitätsschwankungen durch fehlende Zulassungspflicht
  • Risiko einer Überdosierung, insbesondere bei fettlöslichen Vitaminen
  • Mögliche Verunreinigungen wie Schwermetalle oder unerwünschte Substanzen
  • Natürliche Nährstoffsynergien aus Lebensmitteln nicht replizierbar
  • Bestimmte Extrakte (Curcumin, Ashwagandha) können die Leber schädigen
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich

Welche Nahrungsergänzungsmittel gibt es?

Zu den gängigsten zählen Vitamine wie Vitamin C und D, Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium sowie spezielle Stoffe wie Omega-3-Fettsäuren und Probiotika. Weitere Informationen zu hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln und deren Anwendung findest du in unserer Übersicht.

Vitamin D

Vitamin D nimmt der Körper hauptsächlich über Sonnenlicht auf. Es spielt eine zentrale Rolle in der Knochenmineralisierung und unterstützt die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus der Nahrung. Ein Mangel kann Knochenerweichung und Muskelschwäche verursachen.

In sonnenarmen Monaten oder bei wenig Aufenthalt im Freien deckt die Haut den Bedarf nicht. Das Robert Koch-Institut empfiehlt für Risikogruppen eine Nahrungsergänzung in den Wintermonaten. Das ist eine der wenigen Empfehlungen für die Allgemeinbevölkerung.

Magnesium

Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Es unterstützt die Muskel- und Nervenfunktion, die Herzgesundheit und die Knochenstruktur. Niedrige Werte äußern sich oft in Muskelkrämpfen, Müdigkeit und Schlafstörungen.

Die DGE empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 300–350 mg. Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Wer dauerhaft zu wenig aufnimmt, kann von einer Nahrungsergänzung profitieren. Jedoch reicht für die meisten eine ausgewogene Kost.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie müssen über die Ernährung aufgenommen werden. Gute Quellen sind fetter Seefisch und bestimmte Pflanzenöle.

Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Herzgesundheit sowie die Funktionen von Gehirn und Augen. Bei veganer Ernährung oder geringem Fischverzehr können hochwertige Nahrungsergänzungen helfen, die empfohlene Aufnahme dieser essenziellen Nährstoffe zu sichern. Das gilt vor allem für Veganer.

Zink

Zink ist ein essenzielles Spurenelement. Es spielt eine zentrale Rolle in zahlreichen Stoffwechselprozessen, unterstützt das Immunsystem, fördert die Wundheilung und ist wichtig für Haut und Haare.

Eine ausgewogene Ernährung deckt in der Regel den täglichen Bedarf. Niedrige Zinkwerte äußern sich in Haarausfall oder schlechter Wundheilung. Nahrungsergänzungsmittel können unterstützen, besonders bei vegetarischer Ernährung oder intensivem Sport. Das ist eine häufige Situation.

Eisen

Eisen ist unverzichtbar für die Bildung roter Blutkörperchen und den Sauerstofftransport. Niedrige Eisenwerte führen zu Müdigkeit, Schwäche und Blässe. Müdigkeit beeinträchtigt den Alltag erheblich.

Besonders häufig betroffen sind Frauen, Schwangere und Menschen mit veganer Ernährung. Nahrungsergänzungsmittel können hier sinnvoll sein. Allerdings: Eine Eisenüberdosierung ist schädlich. Die Einnahme sollte nur bei nachgewiesener Unterversorgung erfolgen.

Jod

Jod ist essenziell für die Schilddrüsenfunktion. Ohne ausreichend Jod kann die Schilddrüse keine Hormone produzieren, die Stoffwechsel, Wachstum und Nervensystem regulieren. Der empfohlene Tagesbedarf für Erwachsene liegt laut DGE bei 150 Mikrogramm.

Wichtige Nahrungsquellen sind Seefisch, Meeresfrüchte und jodiertes Speisesalz. Risikogruppen sind Schwangere, Stillende und Personen mit veganer Ernährung, die auf jodhaltige Tierprodukte verzichten. Bei ihnen kann eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll sein. (Quelle: BZfE)

Vitamin C

Vitamin C (Ascorbinsäure) stärkt das Immunsystem und schützt Zellen vor oxidativem Stress. Es ist unverzichtbar für die Kollagenbildung sowie den Eisenstoffwechsel. Das Vitamin muss täglich über die Nahrung aufgenommen werden.

Die DGE empfiehlt 110 mg täglich für Männer und 95 mg für Frauen. Gute Quellen sind Paprika, Zitrusfrüchte und Beeren. Bei ausgewogener Ernährung ist eine Nahrungsergänzung nicht notwendig. Jedoch kann sie bei erhöhtem Bedarf sinnvoll sein.

Folsäure

Folsäure ist ein wasserlösliches B-Vitamin. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es wichtig für Zellteilung und Wachstum, insbesondere in der Schwangerschaft zur Vorbeugung von Entwicklungsstörungen beim Fötus. Medizinisch ist das gut belegt.

Erwachsene sollten täglich 300 µg über die Ernährung aufnehmen. Schwangere benötigen 400 µg täglich durch gezielte Nahrungsergänzung. Ab der Schwangerschaftsplanung gilt das.

Kalzium

Kalzium ist unverzichtbar für gesunde Knochen und Zähne. Es wirkt als Signalüberträger für zelluläre Prozesse und ist essenziell für die Blutgerinnung. Kurz: Kalzium ist systemrelevant.

Niedrige Kalziumwerte können zu Knochenschwäche und Osteoporose führen, besonders bei älteren Frauen nach den Wechseljahren oder Personen mit eingeschränktem Milchkonsum. Eine ausreichende Zufuhr durch die Ernährung oder hochwertige Nahrungsergänzungsmittel ist wichtig, um den täglichen Bedarf von 1000 mg zu decken und die Knochengesundheit langfristig zu sichern.

B-Vitamine

B-Vitamine sind essentielle Nährstoffe für Nervenfunktion und Energiestoffwechsel. Sie wirken gegen Müdigkeit und unterstützen psychologische Funktionen. Ohne sie läuft vieles schlechter.

Niedrige B-Vitamin-Spiegel können Schwäche, Reizbarkeit oder Anämie verursachen. Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein, insbesondere bei unzureichender Ernährung oder bei Menschen über 50, bei denen die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm nachlässt. Gut dokumentiert ist das.

Vitamin E

Vitamin E schützt als fettlösliches Vitamin die Zellen vor oxidativem Stress. Es ist in pflanzlichen Ölen, Nüssen und grünem Gemüse enthalten. Eine Unterversorgung ist selten.

Sie kann aber bei bestimmten Erkrankungen wie Mukoviszidose oder chronischen Darmerkrankungen auftreten. Für die meisten Menschen ist eine zusätzliche Einnahme über hochwertige Nahrungsergänzungsmittel nicht notwendig, da der tägliche Bedarf über die Ernährung gedeckt wird. Das gilt für gesunde Erwachsene.

Probiotika

Probiotika sind spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit lebenden Mikroorganismen. Sie sollen die Darmflora unterstützen. Ob das bei gesunden Menschen funktioniert, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

In bestimmten Fällen können Probiotika hilfreiche Effekte zeigen. Beim Reizdarmsyndrom etwa gibt es positive Hinweise. Hier lohnt sich die Rücksprache mit einem Arzt.

Kurkuma

Kurkuma enthält den Wirkstoff Curcumin, dem in Laborstudien entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften nachgewiesen wurden. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es traditionell zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt. Das Interesse daran ist in den letzten Jahren stark gestiegen.

Aber Vorsicht: Hochkonzentrierte Curcumin-Extrakte wurden in Einzelfällen mit Leberschäden in Verbindung gebracht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt bei diesen Präparaten besondere Vorsicht, insbesondere bei bestehenden Lebererkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten. Heilwirkungen darf Kurkuma rechtlich nicht versprechen.

Coenzym Q10

Coenzym Q10 ist in jeder Körperzelle vorhanden. Das fettlösliche Molekül trägt zur Energieproduktion bei und wirkt als Antioxidans. Mit dem Alter sinkt die körpereigene Produktion.

Das betrifft insbesondere den Herzmuskel. Eine Nahrungsergänzung kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, etwa bei langfristiger Einnahme von Statinen. Ein ausgeprägter Mangel ist allerdings selten.

Selen

Selen ist essenziell für die Schilddrüsenfunktion, die Immunabwehr und den Zellschutz vor oxidativem Stress. Es unterstützt außerdem die Spermienbildung. Das Spurenelement muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Sowohl zu wenig als auch zu viel Selen kann gesundheitliche Probleme verursachen. Der Spielraum ist gering. Bei pflanzenbasierter Ernährung oder bestimmten Erkrankungen kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein, jedoch immer in ärztlicher Begleitung.

L-Arginin

L-Arginin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure. Sie wird oft als Nahrungsergänzungsmittel genutzt, um die Herzgesundheit und die Gefäßfunktion zu unterstützen. Die Freisetzung von Stickstoffmonoxid verbessert dabei den Blutfluss.

Bei Menschen mit bestimmten Gesundheitszuständen oder erhöhtem körperlichem Stress kann ein zusätzlicher Bedarf entstehen. Niedrige L-Arginin-Werte äußern sich in schlechter Wundheilung und Erschöpfung. Bei längerer Belastung gilt das besonders.

Ashwagandha

Ashwagandha ist ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel aus der Ayurveda-Medizin. Studien zeigen Hinweise auf stressmindernde Wirkung und positive Effekte auf Schlafqualität und mentale Leistungsfähigkeit. Kein Wunder, dass es beliebt ist.

Aber Vorsicht ist geboten: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Ashwagandha mit Leberschäden in Verbindung gebracht. Personen mit Lebererkrankungen oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme sollten besondere Vorsicht walten lassen. Vor der Einnahme ist ärztliche Beratung empfehlenswert.

Grüner Tee-Extrakt

Grüner Tee-Extrakt enthält Epigallocatechingallat (EGCG) mit antioxidativen Eigenschaften. Er wird zur Unterstützung des Stoffwechsels eingesetzt und ist in hochkonzentrierter Form erhältlich. Klingt attraktiv.

Doch hohe Dosen können zu Leberschäden führen. Die Aufnahme von EGCG aus allen Quellen sollte 800 mg täglich nicht überschreiten. Wer grünen Tee trinkt und gleichzeitig Extrakt einnimmt, erreicht diesen Grenzwert leicht. Das sollte man im Blick behalten.

Ginseng

Ginseng ist ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung von Vitalität und geistiger Leistungsfähigkeit. Es unterstützt den Energiestoffwechsel und kann bei Müdigkeit und Erschöpfung helfen. Die enthaltenen Ginsenoside tragen zur normalen Funktion des Immunsystems bei.

Chrom

Chrom ist ein Spurenelement in Nahrungsergänzungsmitteln. Es unterstützt den normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen und die Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels. Für Erwachsene liegt der tägliche Bedarf bei 30–100 Mikrogramm.

Kreatin

Kreatin ist ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel vor allem im Sportbereich. Es ist in der Skelettmuskulatur aktiv und hilft bei kurzzeitigen, intensiven Belastungen. Kreatin unterstützt den Muskelaufbau und verbessert die Leistung bei Schnellkrafttraining.

Der Körper stellt Kreatin selbst her. Zusätzliches kann über Fleisch und Fisch aufgenommen werden. Bei intensivem Training kann die Nahrungsergänzung nützlich sein. Allerdings spricht nicht jeder Mensch gleich darauf an, und bei unsachgemäßer Anwendung können Wassereinlagerungen auftreten.

Wie sollte ich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Nahrungsergänzungsmittel sind eine Ergänzung zur gesunden Ernährung, kein Ersatz. Für eine sichere Anwendung gilt:

  1. Bedarf klären: Informiere dich über deinen individuellen Nährstoffbedarf, bevor du beginnst.
  2. Richtigen Zeitpunkt wählen: Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) nimm mit einer fetthaltigen Mahlzeit, wasserlösliche Vitamine (C, B-Vitamine) morgens oder mittags.
  3. Einnahme aufteilen: Bestimmte Nährstoffe wie Magnesium nimm über den Tag verteilt, um eine bessere Absorption zu erreichen.
  4. Wechselwirkungen prüfen: Achte auf mögliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Präparaten sowie zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten.
  5. Routine aufbauen: Eine feste Einnahmezeit erleichtert die regelmäßige Anwendung.
  6. Saison berücksichtigen: Im Winter kann eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D besonders sinnvoll sein.
  7. Qualität bevorzugen: Wähle Produkte ohne unnötige Zusatzstoffe für eine bessere Bioverfügbarkeit.
  8. Dosierung einhalten: Halte dich an die empfohlene Tagesdosis und überschreite sie nicht ohne ärztlichen Rat.

Diese Schritte helfen, Nahrungsergänzungsmittel sicher und wirksam in den Alltag zu integrieren.

Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Gibt es Risiken bei der Einnahme von Nahrungsergänzungen?

Ja. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln können Risiken auftreten. Dazu gehören Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit Medikamenten und die Gefahr einer Überdosierung.

  • Nebenwirkungen: Einige Präparate können Durchfall, Blähungen oder allergische Reaktionen verursachen, insbesondere bei hohen Dosen.
  • Wechselwirkungen: Nahrungsergänzungsmittel können die Wirkung von Medikamenten verstärken oder abschwächen. Arzt oder Apotheker sollten konsultiert werden.
  • Überdosierung: Zu hohe Mengen an Vitamin A, D, E oder Selen können ernsthafte Schäden verursachen, darunter Leberschäden und Herzrhythmusstörungen.
  • Pflanzliche Extrakte: Hochkonzentriertes Curcumin und Ashwagandha wurden mit Leberschäden in Verbindung gebracht. Das BfR empfiehlt hier besondere Vorsicht.

Risiken lassen sich minimieren. Halte dich an empfohlene Dosierungen, informiere deinen Arzt über alle Nahrungsergänzungsmittel und wähle Produkte von zertifizierten Herstellern.

Wie wirken hochwertige Nahrungsergänzungsmittel auf meinen Körper?

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel wirken dort, wo ein tatsächlicher Mangel besteht. Bei ausreichender Versorgung hat eine Nahrungsergänzung keinen messbaren Zusatznutzen. Das ist ein wichtiger Punkt.

Die Art der Wirkung hängt von der Löslichkeit der Nährstoffe ab:

Infografik: Fettlösliche vs wasserlösliche Vitamine – Wie Nahrungsergänzungsmittel im Körper wirken
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) speichern sich im Körper und können bei Überdosierung schaden – bei wasserlöslichen Vitaminen scheidet der Körper den Überschuss aus.
  • Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) werden im Fettgewebe und in der Leber gespeichert. Bei dauerhafter Überdosierung können sie sich anreichern und gesundheitsschädlich wirken. (Quelle: barmer.de)
  • Wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C und die B-Vitamine werden bei Überschuss überwiegend über den Urin ausgeschieden. Das reduziert das Anreicherungsrisiko, schließt Schäden durch hohe Dosen aber nicht aus.
  • Mineralstoffe wie Magnesium wirken direkt in Zellen und Geweben. Die Bioverfügbarkeit variiert je nach Verbindungsform (z. B. Magnesiumcitrat vs. Magnesiumoxid).

Wer Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, sollte den tatsächlichen Bedarf kennen und die Dosierung im Blick behalten.

Wie lagere ich Nahrungsergänzungsmittel richtig?

Richtige Lagerung erhält die Wirksamkeit. Hier sind die wichtigsten Punkte:

  1. Bewahre Nahrungsergänzungsmittel in der Originalverpackung an einem trockenen, dunklen Ort bei Raumtemperatur auf.
  2. Vermeide die Lagerung in Küche und Badezimmer wegen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit.
  3. Die Lagerungshinweise und Verfallsdaten auf dem Etikett sind verbindlich. Einige Produkte wie Flüssigprobiotika benötigen Kühlung.
  4. Halte den Deckel immer fest verschlossen, um Feuchtigkeit fernzuhalten.
  5. Lagere Nahrungsergänzungsmittel außerhalb der Reichweite von Kindern.
  6. Entsorge abgelaufene Produkte sicher.
  7. Ein dunkler, trockener Küchenschrank oder der Schlafzimmerschrank eignen sich gut als Lagerort.
  8. Für Kreatin oder ähnliche Pulver helfen luftdichte Behälter, Verklumpen zu verhindern.

Lagere Nahrungsergänzungsmittel nicht in Handtasche oder Auto. Temperaturen und Feuchtigkeit schwanken dort zu stark.

Lagerung von Supplementen

Was muss ich über die Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln wissen?

Die richtige Dosierung maximiert den Nutzen und vermeidet Risiken. Die empfohlene Tagesdosis auf der Verpackung gibt den optimalen Verzehr an. Davon sollte man nicht ohne Grund abweichen.

Die passende Dosis hängt von mehreren Faktoren ab: Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Ernährungsweise und Lebensumständen.

  • Körpergewicht und Alter beeinflussen, wie viel von einem Nährstoff benötigt wird.
  • Geschlecht: Männer und Frauen haben unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse. Schwangere und Stillende benötigen mehr von bestimmten Vitaminen.
  • Gesundheitszustand: Bestimmte Erkrankungen oder Mangelerscheinungen können eine höhere Dosierung erfordern.
  • Ernährungsweise: Wer wenig Obst, Gemüse oder tierische Produkte isst, hat möglicherweise einen höheren Bedarf.
  • Lebensumstände: Rauchen oder mangelnde Sonnenlichtexposition können den Bedarf an bestimmten Nährstoffen erhöhen.

Eine ärztliche Beratung ist sinnvoll, um die individuelle Dosierung zu bestimmen. Überdosierungen sollten vermieden werden. Sie können gesundheitsschädlich sein.

Wie kann ich die Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln beurteilen?

Da Nahrungsergänzungsmittel keiner behördlichen Zulassung bedürfen, liegt die Qualitätsverantwortung beim Hersteller. Verbraucher können folgende Kriterien nutzen:

  • GMP-Zertifizierung: Die Guten Herstellungspraktiken (Good Manufacturing Practice) stellen sicher, dass Produkte unter kontrollierten Bedingungen produziert und geprüft werden.
  • Unabhängige Laboranalysen: Bestätigen, dass die deklarierten Inhaltsstoffe in der angegebenen Menge vorhanden sind.
  • Sicherheitsbewertungen: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet Risiken und gibt Empfehlungen zu Inhaltsstoffen.
  • Klare Kennzeichnung: Inhaltsstoffe, Dosierungen und Herstellungsort sollten transparent angegeben sein und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Die EU-Kommission arbeitet an verbindlichen Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. Bis diese in Kraft treten, gelten die nationalen Regelungen der NemV sowie die Orientierungswerte des BfR. Wer unsicher ist, fragt Arzt oder Apotheker. (Quelle: gesundheitsinformation.de)

Häufig gestellte Fragen und Antworten rund um Nahrungsergänzungsmittel

Kann ich zu viele Supplemente einnehmen?

Ja, du kannst definitiv zu viele Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Eine Überdosierung, besonders von fettlöslichen Vitaminen wie A, D, E und K, kann ernste gesundheitliche Probleme verursachen. Eine ärztliche Beratung wird dringend empfohlen, bevor du mit der Einnahme von Supplementen beginnst.

Müssen gute Nahrungsergänzungsmittel von einem Arzt verschrieben werden?

Nein, gute Nahrungsergänzungsmittel müssen nicht von einem Arzt verschrieben werden. Sie sind als Lebensmittel eingestuft und dienen der Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Im Gegensatz zu Arzneimitteln, die strenge behördliche Prüfungen erfordern, müssen Nahrungsergänzungsmittel nur gemeldet werden und die Hersteller tragen die Verantwortung für ihre Sicherheit und Qualität.

Ist es möglich, dass Nahrungsergänzungsmittel Allergien auslösen?

Ja, Nahrungsergänzungsmittel können Allergien auslösen. Inhaltsstoffe wie Gluten oder spezielle Proteine sind potenzielle Allergene. Wir raten dir, besonders bei bekannten Allergien, stets die Zutatenliste sorgfältig zu prüfen.

Gibt es Nahrungsergänzungen, die für Kinder geeignet sind?

Ja, es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die für Kinder geeignet sind. Besonders empfohlen wird Vitamin D zur Unterstützung der Knochengesundheit.

Sind pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel sicherer oder besser?

Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel sind nicht automatisch sicherer oder besser als nicht-pflanzliche Produkte. Die Sicherheit und Qualität dieser Mittel werden durch verschiedene Faktoren wie Zulassungsverfahren, verwendete Inhaltsstoffe und die wissenschaftliche Studienlage beeinflusst. Bei der Auswahl solltest du daher deine individuellen Bedürfnisse und Vorlieben berücksichtigen und die Produkte kritisch vergleichen.

Kann ich Nahrungsmittelergänzung mit Medikamenten kombinieren?

Die Kombination von Nahrungsergänzungsmitteln mit Medikamenten erfordert Vorsicht. Wechselwirkungen können auftreten und die Medikamentenwirkung beeinflussen. Sprich daher vorher mit deinem Arzt oder Apotheker.

Sollte ich Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft einnehmen?

Ja, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann während der Schwangerschaft sinnvoll sein. Besonders wichtig sind Folsäure, Jod und bei Bedarf Eisen. Jedoch sollte dies immer in Absprache mit deinem Arzt erfolgen, um deinen individuellen Bedarf sicherzustellen.

Wie lange sollte ich Vitamine als Nahrungsergänzung einnehmen?

Die Dauer der Einnahme von Vitaminen als Nahrungsergänzung variiert je nach individuellem Bedarf. Nehme sie solange ein, bis der festgestellte Mangel behoben ist. Verschiedene Faktoren wie Ernährungsweise, Lebensstil und Gesundheitszustand beeinflussen den Bedarf. Eine fachmännische Beratung ist hierbei essenziell, um eine optimale Versorgung und Vermeidung von Überdosierungen zu gewährleisten.

Können Nahrungsmittelergänzungen bei spezifischen Gesundheitsproblemen helfen?

Nahrungsergänzungsmittel können definitiv bei spezifischen Gesundheitsproblemen helfen. Besonders bei Vitamin D- und Kalziummangel tragen sie zur Knochenstabilität bei und können Osteoporose vorbeugen. Auch bei Magnesium- und Omega-3-Fettsäuremangel wirken sie unterstützend, indem sie Muskelfunktion und Herzgesundheit fördern. Es ist jedoch wichtig, vor der Einnahme Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal zu halten, um Risiken wie Überdosierungen zu vermeiden. Grundlage bleibt immer eine ausgewogene Ernährung.

Wann ist die beste Zeit für die Einnahme von natürlichen Supplementen?

Die beste Zeit für die Einnahme von natürlichen Supplementen variiert je nach Typ und Wirkungsweise der jeweiligen Produkte. Vitamine wie B12 oder Vitamin C sollten am besten morgens eingenommen werden, um die Energie für den Tag zu optimieren. Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) hingegen sind zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit am effektivsten, da Fette ihre Absorption verbessern. Mineralstoffe wie Eisen sollten auf leeren Magen oder mit Vitamin C eingenommen werden, um die Aufnahme zu verbessern, allerdings sollte hierbei ebenfalls auf die Verträglichkeit geachtet werden. Magnesium bietet sich hingegen für die Abendstunden an, da es entspannend wirken kann. Das Timing ist entscheidend für die maximale Wirksamkeit und Verträglichkeit der Supplements.

Quellen:

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